Mittwoch, 21. Juni 2006

... schade übrigens, daß Trinidad und Tobago ausgeschieden ist, bei längerer Verweildauer im Turnier hätte sich vielleicht die Verwendung des lustigen Namenskürzels T'n'T noch ein wenig mehr durchgesetzt.

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Turmbau

Die Beratungs- und Lernresistenz der Menscheit ist seit langem bekannt, geschichtsnotorisch und selbst G´tt, dem Herrn, manchmal unbegreiflich.

Und sie sprachen untereinander: Wohlauf, laßt uns eine Stadt und einen Turm bauen, dessen Spitze bis an den Himmel reiche, damit wir uns einen Namen machen; denn wir werden sonst zerstreut in alle Länder. Und der HErr zerstreute sie von dort in alle Länder, daß sie aufhören mußten, die Stadt zu bauen.

Genesis 11,3+8



Bank-Reklame

Türme werden noch immer gebaut. Bankentürme, Versicherungstürme, Konzerntürme: Wahrzeichen und Heimstatt für Menschen aus aller Welt, die dennoch mit einer Sprache sprechen (auch wenn es nur dürres Business English ist). Und trotz vielfältiger Hinweise, daß es mit ihrem Wachstum nicht endlos und ihm ein Ende immer sicher sei, wird in Ignoranz dieser schlichten Weisheit, um die jeder Gärtner weiß, weitergetürmt.

Es wird ihnen nicht anders gehen als allen ihren Vorgängern.

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Paradies, nachhaltiges oder l´art pour l´art

Als ich damals™ in der Unterstufe von meiner verständnislosen Familie gefragt wurde, warum ich denn um Himmels Willen ein so apokryphes Fach wie Altgriechisch dazugewählt hätte und nicht "was praktisches", da sagte ich: "Wenn ich vor einer 300 Jahre alten Eiche stehe, dann freue ich mich über ihren Anblick und das Rauschen des Windes in ihrem Laub, aber ich frage mich nicht, wieviel Einfamilienhäuser ich damit holztäfeln könnte."

Seinerzeit, als Teenie, fand ich den Satz ungeheuer eindrucksvoll. Mit Mitte 20 fand ich den Satz ungeheuer dämlich.

Heute, nach 25 Jahren, bin ich mit der einstigen Entscheidung wie auch ihrer Begründung recht zufrieden. Welch ein Paradies, in einer Zeit zu leben, der Begriffe aus der Hyänensprache wie "Shareholder Value" oder "Quartalsbilanz" noch fremd waren.

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Montag, 19. Juni 2006
Scheiterhaufen, ausgefallen

Immer, wenn man glaubt, der Stoiber Ede hätte endlich ein Einsehen und würde schweigen, nachdem er alle Untiefen der deutschen Sprache durchmessen hat, überrascht uns der Mann aufs neue. Wahrscheinlich fand er nur, er könne mal wieder mehr Präsenz zeigen, und so füllt er das wg. WM eigentlich gar nicht vorhandene Sommerloch mit der wirklich kabarettreifen Forderung, es müsse Gotteslästerung in Zukunft härter bestraft werden.

Dumm nur, daß nicht einmal die Kirchen Lust zum Scheiterhaufen-Revival haben.

Das einzige, das lodert, ist das in Brand geratene Stroh in Stoibers Kopf.

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Samstag, 17. Juni 2006
Inversion, aktuelle

Figueiredo ist der Asamoah der angolanischen Nationalmannschaft.

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Freitag, 16. Juni 2006
Prioritäten

Andererseits: Ballacks Wade, Rooneys Mittelfußknochen, Ronaldos Bauch, das Torglück in der Nachspielzeit, deutscher Angriffzauber und deutsches Verteidigungschaos: das ist mir alles viel lieber als Klimawandel, die iranische Mullah-Bombe, Steuererhöhung, Al Quaida, EU-Unfähigkeiten etc etc.

Fußball schafft das, was Olympische Spiele immer nur vorgeben: Menschen unterschiedlichster Herkunft zu einem Fest zu vereinen.

Fußball-WM sollte jedes Jahr sein.


Jaja, ich weiß.

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Donnerstag, 15. Juni 2006
Aus der Ferne besehen

Ein wahrer Segen, daß man in einem Vorort von grölenden, hupenden Fanhorden und Autocorsi verschont bleibt. Wie ich schon woanders schrieb:

Gegen die lustigen Fähnchenschwenker hab ich nichts. Aber wenn sich die besoffene, pöbelnde Meute nächtens durch die Stadt wälzt, die Straßen vollkotzt und jeden Hauseingang mit einem Pissoir verwechselt, dann fehlt mir dafür schlicht jedes Verständnis.

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Mittwoch, 14. Juni 2006
Reichsarbeitsdienst (II)

"Alle arbeitsfähigen Langzeitarbeitslosen müssen sich dann jeden Morgen bei einer Behörde zum 'Gemeinschaftsdienst' melden und werden dort zu regelmäßiger, gemeinnütziger Arbeit eingeteilt - acht Stunden pro Tag, von Montag bis Freitag"

Meinte ein CSU-Hansel im Bundestag. Günther Müller heißt der Mensch. Naja. Als MdB in der Spezl-Partei muß er sich keine Sorgen machen, mal ohne einträgliches Pöstchen dazustehen.


Ich finde übrigens, das Wort "Volksvertreter" sollte aus dem politischen Vokabular langsam gestrichen werden. Es lädt zu Mißverständnissen geradezu ein.

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Igitt

"Günther Jauch, Moderator, ist für deutsche Frauen nach einer Gewis-Umfrage der erotischste Star der Welt. In einer Gewis-Studie wurde außerdem gefragt: „Welchen Star finden Sie so faszinierend, dass Sie sogar einen Seitensprung mit ihm riskieren würden?“ Jauch siegte auch hier mit 18 Prozent."

Vermeldet gestern von der dpa.


Das sind übrigens dieselben Bürger, die hierzulande auch Regierungen wählen.

(Und nun zurück zum Fußball)


[Via]

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Sommer

Das Gefühl nackter Fußsohlen auf dem Asphalt?

Das Gefühl nackter Fußsohlen auf der Wiese.


Und zufrieden sein.

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Dienstag, 13. Juni 2006
30°. Ungewohnt. Zu heiß, um etwas zu Papier oder zu Schirm zu bringen.

Aber die Mittagsblumen findens klasse. Die kommen aus Südafrika, die sind Hitze gewöhnt:


Dorotheanthus bellidiformis

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