...sind heute in Nordkorea umgefallen. In Pjöngjang knallten außerdem die Sektkorken und in Teheran wird man trotz alkoholischer Abstinenz im Geiste mitangestoßen haben.
Schöne neue Weltordnung.
Tatsächlich, noch einmal draußen sitzen und in die immer noch wärmende Sonne blinzeln. Noch einmal die Freude über den Garten, der sich zum letzten Mal so richtig farbenfroh aufplustert, bevor es hinab in die regennasse Novemberfinsternis geht.
Aster novae-angliae
Gerade nichts zu tun? Auf der Suche nach Ruhm und Ehre? Nichts wäre geeigneter als ein Job im "Royal Household". Bittesehr: "WEB EDITOR - £30,000 per annum plus benefits".
Wozu dann - was mir am besten gefällt - natürlich auch "an excellent staff restaurant" gehört. In England, haha.
[Via]
Nur deutsche Verkehrsplaner können so vermurkst im Hirn sein, am Autobahnrand große Schilder aufzustellen, auf denen allen Ernstens "Fair Play on the Autobahn" zu lesen ist. Bei diesem Anblick das erste Mal seit längerem wieder fremdgeschämt.
In Deutschland ist Autofahren offensichtlich keine Frage des Reisens von A nach B oder des Ankommens, sondern eine Frage des Rechthabens.

...bis zum Wochenende.
Als Dozentin für alte und orientalische Sprachen ist sie in ihrem Beruf eigentlich den Fährnissen der Tagespolitik enthoben. Sollte man meinen. Trotzdem ist sie bei unserem Treffen beim Italiener mißgelaunt. Sie sticht ärgerlich auf den Teller mit der Pasta ein: "Erst konnte ich damals in der Straßenbahn keine Hebräisch-Vokabeln lernen, weil mich die Leute komisch ansahen. Und jetzt kann ich keine Arabisch-Vokabeln in der Straßenbahn lernen, weil mich die Leute komisch ansehen. Am besten lernt man nur noch Neugriechisch."
Wenn man Hakenkreuze herumzeigt, dann demonstriert man damit nicht nur, ein Nazi-Depp zu sein, nein, es ist auch teuer, von wegen "verfassungsfeindliche Symbole".
Wenn man durchgestrichene oder sonstig entwertete Hakenkreuze herumzeugt, dann demonstriert man damit, kein Nazi-Depp zu sein. Trotzdem ist es teuer, von wegen "verfassungsfeindliche Symbole".
Im Fall des Landgerichts Stuttgart beläuft sich die Kostennote auf dreitausendsechshundert Euro. In ihrem unerforschlichen Ratschluß verurteilten die Richter einen Verkäufer von Antinazisymbolen wie durchgestrichenen Hakenkreuzen wegen Verwendens verfassungswidriger Kennzeichen.
Ist es nicht schön, wie mutig unsere Justiz politische Unappetitlichkeiten bekämpft und uns alle vor verbotenen Symbolen schützt?
Erstaunlich. Erst mannhafter Widerstand im US-Senat, und jetzt bekommt Bush seine Foltergesetze doch noch durchgedrückt. Natürlich heißt das nicht so. Es heißt "Anti-Terrorgesetz".

(c) 2006 Bill Schorr, United Media
