Der Ungleichzeitigkeiten ist kein Ende… auch einer meiner Blumen ist gerade dabei, mich ein wenig zu verunsichern. Eine Amaryllis, die ich vor ein paar Jahren geschenkt bekommen habe. Jedes Jahr blüht sie an Weihnachten und bis in den Januar, dann lasse ich die grünen Blätter stehen und im Frühjahr kommt das gute Stück raus auf die Terrasse, dort wird dann fleißig Saft & Kraft gesammelt. Im September geht's dann hinab in die wasserlose Finsternis des Kellers. Im Dezember dann hole ich sie wieder herauf, und mit Licht, Wärme und Gießwasser feiert die Amaryllis dann Wiederauferstehung.
Nur dieses Jahr hält sie sich nicht an diesen schönen Plan. Die Januarblüte war prächtig, grün und kräftig stand sie den Sommer über draußen - und blüht jetzt. Knallrot und pompös. Ein leicht merkwürdiges Gefühl, bei sommerlicher Witterung neben einer Weihnachtsblume zu sitzen.

Hippeastrum praecox
Wenn dafür dann das Wetter im Dezember… jaja, schon gut, man wird ja nochmal träumen dürfen.
Eigentlich heißt es, Geschichte wiederhole sich nicht, und falls doch, dann als Farce. Wenn aber der Sarrazin auf dem besten Wege zu Schill II ist und schon das Original ein koksender Operettenbuffo war, als was soll man dann das hier bezeichnen:

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Du weißt, daß du in der Zukunft lebst, wenn dein Taxifahrer von einem anderen Droschkenkutscher angerufen wird, der nach dem Weg fragt, und dein Fahrer ruft in der Zentrale an, um die Infos einzuholen.
Du aber sinnierst nicht über das Wunder der Mobiltelefone. Du denkst nur "warum benutzen diese Spinner kein GPS?".
Das ist das Schöne am schlechten Wetter: es lehrt einen Demut und Bescheidenheit und verhilft zu kleinen Freuden ohne besonderen Aufwand. Schon 17° oder 18° reichen aus, um auf der nach Südwesten geneigten Terrasse vor besonntem Garten einen angenehmen Nachmittag zu verbringen, eine Tasse Tee und eine Gabel Kuchen runden das Vergnügen ab.

Sage da keiner, der Herbst wäre schon da. Kommt nicht in Frage!
Keine Ahnung, wieviele Gene die versammelte Sarrazin-Claque teilt. Ganz sicher aber teilt sie dieselbe Gehirnzelle. Ihre einzige.
Seehundstage.

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Ich kann mir nicht helfen. So verständlich ich die Aufregung und Ablehnung mancher Zeitgenossen in Sachen Google Streetview finde: die Kritik wäre glaubwürdiger, würde sie andere, völlig identische Dienste wie Sightwalk, Prima Facie oder Norc zumindest erwähnen. Auch die sind keine Angebote von Mutter Theresa, sondern wurden von knallhart profitorientierten Leuten ins Netz gestellt. Und würde es irgendjemanden interessieren, käme es nicht von Google, sondern von Bing?
Man sehe es mir nach, auch ich bin nicht sonderlich begeistert davon, wieder ein Stück mehr vom Borg-Kollektiv assimiliert zu werden. Aber der Kampf dagegen läuft derzeit äußerst selektiv, wenn nicht lückenhaft. Also wirkungslos.
