Donnerstag, 30. September 2010
Pharaonen unter sich

Die schwarzgelbe Landesregierung in Stuttgart läßt sich nicht lumpen. In Treue steht sie fest zum größenwahnsinnigen Projekt Stuttgart 21, mit dem sich Bahnchef Grube und ein paar schwäbische Provinzpolitiker ein Pharaonengrab errichten wollen. Fiat justitia et pereat mundus. Das allerdings finden nicht alle gut, bockig wollen sie ihren alten Bahnhof behalten (der immerhin die Bombenstürme des 2. Weltkrieges überstand), auch von den uralten Bäumen nebenan möchten sie nicht lassen.

Trotzdem rückte heute die Polizei an, um mit Schlagstock, Reizgas und Wasserwerfereinsatz mal richtig unter den Demonstranten aufzuräumen.

Die Verantwortlichen um die CDU/FDP-Landesregierung mühen sich nach Kräften: sie verstehen es, Wahlkampf für Rotgrün zu machen.



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Mittwoch, 29. September 2010

Eins muß man den Schwarzen von CDU und CSU wirklich lassen, sie haben Humor. Wenn auch eher unfreiwilligen:

Erika Steinbach bleibt menschenrechtspolitische Sprecherin der Unionsfraktion im Bundestag.




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Sonntag, 26. September 2010

Fünf Euro mehr für Hartz-IV-Bezieher, Millionen-Apanagen für gescheiterte HRE-Bankmanager, Milliarden-Geschenke an AKW-Betreiber und Pharmakonzerne: lange hat sich die Öffentlichkeit und die veröffentlichte Meinung darüber erregt, man wisse bei der Regierung überhaupt nicht, woran man bei ihr sei und wofür sie stehe.

Immerhin, diese Zweifel sollten nun ausgeräumt sein.



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Mittwoch, 22. September 2010
Wulff das Brot

Nicht nur in Deutschland läßt der Bekanntheits- und Wirkungsgrad unseres neuen Bundespräsidenten noch ziemlich zu wünschen übrig. Auch im Ausland, und da erst recht, hatte man sich gerade erst an den blassen Köhler gewöhnt. Und schon ist ein Neuer da. Naturgemäß kommt es da leicht zu Verwechslungen, zumal dann, wenn der neue Mann von ihm ähnlich scheinenden Zeitgenossen begleitet wird. Doch was wären wir ohne unsere Qualitätspresse, die ihre Leser stets mit aller erforderlichen Detailtreue über das Wesentliche aufklärt.



So wie jetzt der Wiener "Standard" in seiner Online-Ausgabe. Zumindest in Österreich ist nun nicht nur jeder Zweifel ausgeräumt, mit wem Wulff so alles packelt, sondern auch, wer jetzt Herrscher im Lande deutscher Bundespräsident ist.



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Dienstag, 21. September 2010
Aequinoktium

Hinter uns ein halbes Jahr voller Licht und strahlender Helligkeit. Vor uns sechs Monate voller Finsternis, die bis Ende Dezember auch noch jeden Tag zunimmt.



Kaum zu glauben, nachdem sich diese Tage mit einem geradezu gnadenreichen Leuchten verabschieden, auch heute, da zur Tagundnachtgleiche die Dunkelheit das Szepter übernimmt.

Nox est perpetua una dormienda.



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Montag, 20. September 2010

Das Schöne an den Boni in Höhe von 25 Millionen für die Verantwortlichen einer Bank, die ihr Finanzinstitut in den Abgrund gewirtschaftet haben, ist die offensichtliche Frechheit, die hier zutagetritt. Daß der Steuerzahler ihnen den Arbeitsplatz mit 100-Milliarden-Garantien gerettet hat - egal. Daß es jedem Gefühl für Anstand widerspricht, unbeirrt "Belohnungen" für akutes Mißmanagement einzustreichen, wenn andernorten Leute wegen zu Unrecht verzehrter Maultaschen gefeuert werden - geschenkt. Pacta sunt servanda, und wenn dabei das poltische System zuschanden geht, ist es auch wurscht.

Es gibt in Übersee ja noch andere Bananenrepubliken, in denen diese Bankster ihren Lebensabend verbringen können. Und das Wetter ist dort auch noch besser.



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Donnerstag, 9. September 2010

Ich kann das Theater um den irren Pfaffen in Florida, der am 11. September ein paar Korane ankokeln will, überhaupt nicht verstehen. Die Mächtigen der Welt überbieten sich in Mißfallens-, Empörungs- und Abscheubekundungen und verhelfen dem Mann wunschgemäß überhaupt erst zu internationaler Berühmtheit.

Anstelle der lokalen Behörden würde ich was von angekündigter Brandstiftung murmeln und da übermorgen einfach einen Wasserwerfer hinschicken.




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