Samstag, 3. Februar 2007

Im Radio bedankt sich die Moderatorin am Ende der Sendung "für Ihr schönes Zuhören".

???

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Freitag, 2. Februar 2007

Das war der wärmste Januar seit Beginn der Temperaturaufzeichungen vor 140 Jahren. Satte fünf Grad überm langjährigen Mittel ließen die Amseln balzen und die Krokusse blühen:


Crocus aureus

Und in Nachbars Bäumen sitzt gerade ein Schwarm Halsbandsittiche und veranstaltet einen mordsmäßiges Spektakel. Eigentlich sind die Vögel ja in den Tropen zu Hause. Dann sind vor Jahren einige Zooexemplare ausgebüxt und fühlen sich offensichtlich auch in Germaniens Wintern wohl.


Die Vögel

Da wird der Klimwandel schon im Garten faßbar

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Donnerstag, 1. Februar 2007
Springerfäkalien
Schöner auf den Rechtsstaat scheißen mit der BLÖD-Zeitung:


" Der Bremer Türke ist für mein Leben nicht so wichtig. Wichtig ist für mich die Sicherheit."

Meint der bekanntlich nie um eine Peinlichkeit verlegene Franz-Josef Wagner im Hamburger Gossenblatt.

"Wer Sicherheit der Freiheit vorzieht ist zu Recht ein Sklave."

Schrub Aristoteles schon vor 2300 Jahren. Und ist damit moderner als der unsägliche Stammtischschwafler und Jauchespritzer. Dem ich im übrigen von Herzen wenigstens einmal die Erfahrung staatlicher "Sicherheitsmaßnahmen" am eigenen, verlebten Leibe wünsche.


[Via]

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" Ihr seid leiser als Fortuna Köln!"

Publikumsbeschimpfung einiger in den Süden mitgereister Bochumer Fußballfans beim Spiel gegen Bayern München, das bekanntlich 0:0 und mit dem Rauswurf von Trainer Magath endete.

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Mittwoch, 31. Januar 2007
20 Liter über'n Durst

Angie bläst die Backen auf und tönt herum, zehntausende Arbeitsplätze würden verschwinden, wenn die deutschen Autoschrauber das herstellten, was andernorten schon lange Stand der Technik ist und in Asien serienmäßig, gut & günstig produziert wird: Autos mit niedrigem Spritverbrauch.

Das Arbeitsplatzargument beim Thema Umwelt also. Ich hatte eigentlich gedacht, dergleichen wäre längst in der Kiste "zu Tode gerittene Klischees" vermodert. Die deutsche Kfz-Industrie hat den Spartrend (wie auch den zum Hybridauto) schlicht und ergreifend verschlafen und jetzt soll Protektionismus ausbügeln, was die Beamtenmentalität bei VW & Co angerichtet hat. Daß man damit auf Dauer seine Wettbewerbsfähigkeit einbüßt – wen kümmert's? Die Automanager, die nur noch bis zum nächsten Quartalsbericht, aber nicht in Kfz-Produktzyklen von sechs oder sieben Jahren denken können, sicher nicht. Der Ehrlichkeit halber muß man hinzufügen, daß der deutsche Konsument zwar brav seinen Müll trennt und auch keine Kernkraftwerke mag (jedenfalls nicht in Nachbars Garten), aber bei Michels liebstem Spielzeug hört der Spaß auf! Freiheit, die ich meine! Nicht zufällig war der Versuch, mit dem VW Lupo ein 3-Literauto auf den deutschen Markt zubringen, ein totaler Flop. Niemand wollte die Kiste. Lieber greift Mann zu seinem automobilen Viagra in Form der mittlerweile allgegenwärtigen SUVs, diese als Geländewagen getarnten Blechmastodonten, die schon mal gerne 20 Liter saufen.

Wir haben die Regierung die wir verdienen, wir haben die Lobbyisten, die wir verdienen und wir haben den Klimawandel, den wir verdienen.


Edit: Ich seh erst jetzt, der Ex-Semmel sieht das ganz ähnlich.

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Dienstag, 30. Januar 2007

Spon über den klage- und abmahnwütigen Media-Markt-Reklame-Advokaten:

"Übrigens hat Rechtsanwalt Steinhöfel offensichtlich einige Wissenslücken im Bereich Medien- und Urheberrecht. Auf seiner Homepage veröffentlicht er Texte verschiedener Medien, darunter auch aus dem Spiegel und von Spiegel Online. Eine Genehmigung dafür hatte er nicht."

Da könnte sich der Mann unter Umständen noch warm anziehen müssen. Die Rechtsabteilung beim Spon ist nicht dafür bekannt, in Urheberrechtsfragen irgendeinen Humor zu besitzen.

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Readers Edition: Unternehmensstil 0.2

Auch bei der Readers Edition sind nach dem Erwerb durch Michael Maier die Zeiten des "Bürgerjournalismus" vorbei, die ehrenamtlichen Moderatoren jetzt überflüssig. Also werden sie ganz öntreprönörmäßig 'rausgeschmissen. Dem neuen Stil angemessen ist auch der Arschtritt, der den Ehrenamtlichen verabreicht wird:

"Wir konnten nicht feststellen, dass Du mit diesen Aufgaben so gut zurecht kommst, wie es nötig wäre." und "Zumindest warst Du mit den wenigen Aktivitäten in den letzten Wochen nur mäßig hilfreich."

Sie haben also die Bisherigen entsorgt, die für lau gearbeitet haben. Was aber nun? Neue sollen kommen, die für - jawoll, wer hätte das gedacht?! - lau arbeiten:

"Wer zukünftig als Moderator im Bereich Moderation mitarbeiten will, braucht natürlich die entsprechende Ausbildung, Qualifikation, Erfahrung, Talent, einen RE-kompatiblen Themenschwerpunkt und ein planbares Zeitbudget."

Aha. Immerhin ein Unterschied. Wer sich ab jetzt bei der RE zum Nulltarif ausbeuten lassen will, muß dafür gefälligst qualifiziert sein.

Die neue Unternehmenskultur entpuppt sich als ganz alte und wird der Motivation sowie dem Glück & Erfolg des Medienprojekts ganz sicher neue Aspekte hinzufügen. Muß man Prophet sein, um für dergleichen Geschäftsgebaren das gleiche Schicksal wie das anderer dahingegangener Mastodonten zu erwarten?

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Montag, 29. Januar 2007

Gerade völlig verblüfft, auf Google News das rassistische Hetzblog "Politically Incorrect" als Nachrichtenquelle aufgeführt zu sehen. Dann fiel mir ein, daß bei Google selbst das braune Gossenblatt "Nat*onal Zeitung" Nachrichtenwert hat. Meine Verwunderung wich.

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Samstag, 27. Januar 2007

Wer vom "sicheren Beherrschen der Sprache" schwatzt, pflegt keinen sicheren, geschweige denn nahen Umgang mit ihr. Ganz abgesehen von sonstigen Dingen des (virtuellen) Lebens.

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