Donnerstag, 18. Januar 2007
Windgegeißelt

In der richtigen Sprache kann selbst dem heutigen Unwetter noch etwas abgewonnen werden. Zum Beispiel auf Italienisch:

"Piogge abbondanti e venti hanno flagellato Nord-Reno-Vestfalia e Bassa Sassonia."


Das ist nüchtern-deutsch: "Platzregen und starke Winde haben heute Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen betroffen."

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Wetterbericht: Die Bäume wackeln draußen vor sich hin, es heult auch ein bißchen, die Briefträger haben schlechte Laune, aber es fällt bisher kein einziger Tropfen der versprochenen Regenflut.

Bisher keine Notwendigkeit, eine Arche zu bauen.


EDIT: Einen republikweiten Sturm-Ticker hat der Kollege Knüwer eingerichtet: "Viel Sturm um Nichts?"

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Mittwoch, 17. Januar 2007
PR-bewußte Richterin

Bewährungsstrafe schon vor Prozeßbeginn - Respekt! Wär ja auch wirklich peinlich, wenn die Arbeitslosenknete demnächst in "Knast IV" umgetauft werden müßte.

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Dienstag, 16. Januar 2007
Ede-Dämmerung

Langsam ist es aber gut mit dem bayerischen Kommödienstadl um Ede, den Stammler. Könnten bitte auch dortselbst langsam wenigstens annähernd demokratische Verhältnisse einkehren? Die derzeitigen Diadochenkämpfe erinnern mehr an rivalisierende Mafiosi, die den neuen Don ausschießen, noch bevor der bisherige abgetreten ist (aber die Leich´, die wird herrlich!), als an ein geordnetes Verfahren. Alldieweil spielt der Pate auf schwankendem Thron das alte, alte Spiel divide et impera.

Überhaupt: die Tatsache, daß sich die schwarzen Warlords gegen eine Urwahl des neuen Kandidaten durch die Basis genauso mit Händen und Füßen wehren wie der alte Pate gegen eine Begrenzung seines Mandats auf zwei Legislaturen, zeigt, wie richtig und notwendig diese Regeln eigntlich wären.

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Montag, 15. Januar 2007
Gott sieht alles

Mir wird schon wieder ganz schlecht, wenn ich so etwas lese:

"Die Zahl der Kameras, die auf die Bürger gerichtet sind, wird offiziell auf mehr als vier Millionen geschätzt"

Oder das:

"Einer der Videokontrolleure beobachtet einen Passanten, der einen McDonald’s-Karton fallen lässt. Er schaltet das Mikrofon ein: »Heben Sie bitte Ihren Abfall auf und werfen ihn in einen Mülleimer.« Der Schmutzfink dreht sich zu dem Lautsprecher um, wendet sein Gesicht der Kamera zu, geht weiter. Aus dem Lautsprecher gellt eine zweite Warnung: »Wenn Sie Ihren Abfall nicht aufheben, werden wir Sie strafrechtlich verfolgen.«"

Ist noch kein Alltag in Deutschland. Nicht hier. Aber bald. Das gruschelnde "ich hab' doch nichts zu verbergen"-Pack und Dr. Seltsam Schäuble werden das schon schaffen.


[Via]

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Sonntag, 14. Januar 2007

Kommt nicht oft vor, deswegen hier die ausdrückliche Erwähnung: ich bin ein und derselben Meinung wie der Bayerische Innenminister Beckstein. Der ist nämlich der Ansicht, daß bekennende Plazenta-Esser bei Scientology nicht abschreckend genug sind und daß man daher dieses totalitäre Wirtschaftsunternehmen trotz seines spinnösen Sekten-Unsinns bundesweit überwachen muß.

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Samstag, 13. Januar 2007

"Datenschutz ist doch nur was für die Hampelmänner, die sich nicht selber schützen können."

Pardon, könnte ein guter Gott für fünf Minuten die Wiedereinführung der Prügelstrafe veranlassen? Alternativ wird auch bei nacktem Leibe mit Hahnenfeder im Arsch über den Markt treiben akzeptiert.


Unglaublich, welche Pharisäer dieses Land verunreinigen.

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Freitag, 12. Januar 2007

Der ultimative, der einzige Gottesbeweis ist die Liebe.

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Kein Jauch-TV bei Tante ARD. Nicht, daß er sich mit seiner "journalistischen" Kompetenz nicht glänzend als Nachfolger der Ex-Stewardess geeignet hätte. Allerdings würde ich mir anstelle vom Plasberg schon die Zumutung, für diese Figuren jetzt den Lückenbüßer geben zu sollen, ordentlich versilbern lassen.

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