Gibt es irgendwelche Gründe, nicht noch weitere 20.000 Soldaten in den Irak zu schicken?
Ja, 20.000.
Beim Plasberg sondern sie gerade Worthülsen zum Polit-Thema "Regieren sie schon oder üben sie noch?" ab. Gerade denke ich noch 'wozu überhaupt die Frage', da wird ein Zuschauerstatement zitiert: "Dilettieren sie noch oder lügen sie schon?".
Diese Frage ist genauso überflüssig.
Die Republik lebt von der Partizipation der Bürger, und die gründet auf einem Vertrauensverhältnis zwischen beiden Seiten. Was derzeit gerade nachhaltig beschädigt, wenn nicht zerstört wird.
Die Folgen will ich mir gar nicht ausmalen.
So, liebe Leute, die Hosen wieder hochgezogen und die Blusen zugeknöpft, wir können unseren elektronischen Spielkram wieder anständig kaufen:
"Saturn hat Jung von Matt den Vertrag aufgekündigt und sucht nun per Pitch neue Werber. Von JvM stammt der berühmt-berüchtigte Saturn-Werbeslogan 'Geiz ist Geil'."
Wenn sie jetzt schon aufhören, den Leuten was über vorgebliche Billigpreise vorzulügen, könnten sie ja tatsächlich mal etwas günstiger werden.
[Via]

Abies alba postnatalis

Mosaik San Vitale, Ravenna
"Als Jesus geboren war in Bethlehem in Judäa zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem und sprachen: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihn anzubeten. Als das der König Herodes hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem, und er ließ zusammenkommen alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes und erforschte von ihnen, wo der Christus geboren werden sollte. Und sie sagten ihm: In cBethlehem in Judäa; denn so steht geschrieben durch den Propheten: «Und du, Bethlehem im jüdischen Lande, bist keineswegs die kleinste unter den Städten in Juda; denn aus dir wird kommen der Fürst, der mein Volk Israel weiden soll.»
Da rief Herodes die Weisen heimlich zu sich und erkundete genau von ihnen, wann der Stern erschienen wäre, und schickte sie nach Bethlehem und sprach: Zieht hin und forscht fleißig nach dem Kindlein; und wenn ihr's findet, so sagt mir's wieder, daß auch ich komme und es anbete. Als sie nun den König gehört hatten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen her, bis er über dem Ort stand, wo das Kindlein war. Als sie den Stern sahen, wurden sie hoch erfreut und gingen in das Haus und fanden das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe. Und Gott befahl ihnen im Traum, nicht wieder zu Herodes zurückzukehren; und sie zogen auf einem andern Weg wieder in ihr Land."
Eigentlich noch Lametta im Haar und Silvesterböller im Ohr, aber draußen flirten schon die Vögel und gestern sind mir die ersten bunt kostümierten Karnevalsjecken über den Weg gelaufen... irgendwie komme ich nicht so richtig ins neue Jahr 'rein.
Holtzbrinck spielt an sich selbst herumverkauft StudiVZ an sich selbst und alle sind beeindruckt. Sooo viel Geld. Schon wieder ein Erfolgsgeschichte aus Berlin, deren wesentlichste Wendung zur Beschreibung der Ereignisse - mit Blick auf die Gründertruppe - "nicht weil, sondern trotzdem" lautet.
2007 sieht zu Beginn ziemlich 2006ig aus.
Die ersten Sträucher beginnen draußen zu blühen. Den Tannenbaum laß ich, glaub' ich stehen, nur die Weihnachtskugeln muß ich noch gegen Ostereier austauschen.
" You know you must be suffering under cataclysmically bad leadership when you find yourself looking back on past presidents and discovering yourself grateful for the awful things they didn't do in your country's name."
SusanG schreibt auf DailyKos eine wunderbare Betrachtung über Bigotterie in der politischen Gesellschaft der USA. Das ganze am Beispiel des jüngst verstorbenen Präsidenten Gerald Ford, der im Unterschied z.B. zum aktuellen Amtsinhaber der Öffentlichkeit seine persönliche, tiefe Frömmigkeit niemals aufdrängen mochte.
Nicht, daß bei uns in Europa alles zum Besten stünde. Aber wenn ich mir in der Welt anschaue, was religiöse Wirrköpfe alles anzurichten imstande sind, ob Christ, ob Jud, ob Muselmann, und daß sie alle entgegen den friedlichen Ansprüchen ihrer Religion handeln, bin ich um ein laikales Europa nicht traurig.
Dieter Nuhr hat Recht. Religion wird immer dann erst friedfertig, wenn sie der Macht verlustig gegangen ist.
