Dienstag, 19. September 2006

Schön, wie sich Sommer und Garten langsam verabschieden.


Rosa Gloria Dei

Ganz anders müssen sich manche von den Blütenträumen des fortwährenden Aufschwungs trennen. Kein Wunder, Frost fürs nächste Jahr ist ja jetzt schon sicher.

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Montag, 18. September 2006
Die NPD – ein bleibendes Phänomen

Jetzt machen sie wieder lange Gesichter und unken den Untergang des Abendlands herbei, unsere Politiker von den gerupften Volks- und sonstig etablierten Parteien. Der Grund? Die braunen Schmuddelkinder der NPD haben wiederum den Sprung in einen Landtag geschafft, in insgesamt drei Landesparlamenten sitzen nun Parteien, denen die Treue zur Bundesrepublik nicht besonders wichtig ist.

Um es gleich festzustellen: die Wahrscheinlichkeit, daß sich die NPD diesmal im parlamentarischen System festsetzt und zur dauerhaften Größe wird, ist sehr groß. Daran ändert auch die Vielzahl der Protestwähler nichts, die beim nächsten Aufschwung, so hoffen es die Etablierten, wieder brav ihr Kreuzchen bei den "anständigen" Parteien machen werden. Man denkt dabei an die Zeit Ende der 60er Jahre, als im Gefolge einer (vergleichsweise harmlosen) Wirtschaftskrise und gleichzeitigen Großen Koalition die Braunen schon einmal zum Schrecken vieler in diverse Landtage einzogen.

Doch damals existierten die bindenden Milieus der Volksparteien noch ziemlich unangetastet, und die damaligen Protestwähler kehrten nach ihrem Ausflug ins Denkzettelwählen wieder schnell ins vertraute Umfeld zurück. Davon wird heute nicht mehr die Rede sein können. Die traditionellen Milieus der Arbeiter, der Bürgerlichen usw. sind mittlerweile soweit zerfallen, daß sie teilweise nicht einmal die Hälfte der Wahlbevölkerung mehr hinter sich bringen können. Die Große Koalition ist eine weitere Ursache der Wählerenttäuschung: als Tiger gesprungen, ist sie als Bettvorleger gelandet und läßt den verunsicherten Bürger mit der Frage zurück, wer es denn sonst noch schaffen soll.

Gleichzeitig haben sich die Braunen in den letzten Jahren sorgfältig und voller Umsicht ein tragendes Netzwerk aus kommunaler Verankerung geschaffen, vor Ort treten sie als die netten Bürger von nebenan auf, und nur noch selten tritt der beglatzte Bürgerschreck in Aktion, auch wenn das gewalttätige Potential der NPD-Anhängerschaft durch die Integration der sog. "Freien Kameradschaften" eher gewachsen sein dürfte.

Und im Unterschied zur zarten Wirtschaftskrise 1966ff., die damals Ludwig Ehrhard die Kanzlerschaft kostete, sind die Zustände an den geografischen Rändern der Republik wirklich zum Verzweifeln. Im Osten Vorpommerns, wo die NPD am stärksten abschnitt, ist jeder Dritte ohne Arbeit, die Klugen und Beweglichen sehen zu, daß sie wegkommen und lassen einen demoralisierten Rest zurück. Vielerorts war überhaupt nur noch die NPD aktiv, von den anderen Parteien gab es teilweise nicht einmal mehr Plakate zu sehen.

Das bedeutet, daß die Etablierten mit ihrer Taktik des Totschweigens nicht mehr weitermachen können. Im Gegenteil, sie müssen offensiv die Auseinandersetzung mit dem Gegner suchen und durch Argumentation und sachliche Aufklärung zur Entzauberung der selbsternannten toitschen Volkserretter beitragen. Daß man Populisten auf diese Weise beikommen kann, zeigt das desaströse Abschneiden der PDS in Berlin.

Allerdings: die NPD wird bleiben. Es ist ein Kennzeichen vieler parlamentarischer Demokratien, daß sie einen mehr oder weniger stabilen rechtsextremen Wählerblock aufweisen. Das mag ärgerlich sein, ist aber nicht das Ende der Demokratie.

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Wahrheit im Thesaurus? "Kanzlerschaft" nicht im Wörterbuch, Vorschlag zur Ersetzung:

"Kanzlerschuft".

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Sonntag, 17. September 2006
Geographische Zwangsfixierung

Bei "Lolland" und "Holland" immer an Lolek und Bolek denken müssen.

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Ein paar Karikaturen, die nicht ganz nett mit dem Propheten umspringen?

Weltweites Beleidigtsein & Entrüstung der Muslime. "Tod den Ungläubigen!"

Die Unfähigkeit, eine Meinung von einem Zitat unterscheiden zu können und das auch aus dem Zusammenhang zu reißen?

Weltweites Beleidigtsein & Entrüstung der Muslime. "Tod den Ungläubigen!"

Mordanschläge ohne Ende und Enthauptungen vor laufender Kamera im Namen des Koran?

Weltweites Schweigen der Muslime.


Soviel zum Thema Glaubwürdigkeit.

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Samstag, 16. September 2006
Vorbild Afrika

Man könnte ja glatt ins Träumen geraten, wenn man so liest, daß das Volk in der Elfenbeinküste wegen des Giftmüllskandals einen Minister verprügelt hat.

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Freitag, 15. September 2006
Alternativlos

Wenn am Sonntag die Berliner den Wowereit eindrucksvoll im Amt bestätigt haben, dann kann sich der unbedarfte Zeitgenosse die Augen reiben. Der Mann, der offensichtlich nichts dagegen hat, vielmehr sogar damit kokettiert, "Regierender Partymeister" mit detailliertester Kenntnis des Nachtlebens genannt zu werden, für den "Berlin arm, aber sexy ist" und der sich kein Stück dafür schämt, die Zigmillionen, die er jedes Jahr aus dem West-Ost-Nettotransfer erhält, bis auf den letzten Cent nicht zweckgebunden zu verpulvern, ist offensichtlich so alternativlos, daß man mehr oder weniger seufzend bei ihm bleibt. Demnächst wird man auch über die Häuptlinge der sog. "Volksparteien" sagen, was mit Blick auf McPomm jetzt schon für die Braunbatzen gilt: ihre Chancen steigen mit sinkender Wahlbeteiligung.

Dann müssen sie sich ja keine Sorgen machen.

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Donnerstag, 14. September 2006
Schwarzer Meilenstein

Geschafft! Im Irak sind jetzt mehr Amerikaner ums Leben gekommen als bei 9/11.

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Mittwoch, 13. September 2006

Tatsächlich: nach der empörenden Zumutung des Augusts nun Septemberversöhnung.

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