Donnerstag, 1. Juni 2006
Reichsarbeitsdienst

Dreimal geweigert, Spargel zu stechen oder Hundescheiße einzusammeln? Kein Geld mehr, nada. In die Ferien gefahren ohne Eintrag im Reichsarbeitsbuch und nicht beim Arbeitsvermittler abgemeldet? Kein Geld mehr, nada. Und warum soll das arbeitslose Pack überhaupt noch 1€ pro Stunde drauf gelegt bekommen, wenn die Staatssklaven genausogut zum Nulltarif (ja, ich weiß*) weiterknechten können, findet Volker Kauder. Jaja, und wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen. Klingt im Verbund mit Vorruhestand nach einer interessanten Problemlösung für das marode Rentensystem.

Wieso klingen die Absonderungen der Großen Koalition letztens immer mehr nach den Verlautbarungen des Großdeutschen Reichsarbeitsdienstes?

*Mir ist durchaus bewußt, daß das Geld für soziale Transferleistungen zunächst erwirtschaftet werden muß und eine Vorleistung darstellt. Aber die Art und Weise, in der Arbeitslose derzeit à la "selbst schuld" und arbeitsscheues Gesindel stigmatisiert werden, das mit mit allen Mitteln zum Arbeiten gezwungen werden muß, ist in der Geschichte zumindest der Bundesrepublik ohne Beispiel.


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