Die Stadt Köln will Katharina Henoth rehabilitieren. Die Frau war 1627 auf dem heute als Friedhof dienenden einstigen Schindanger Melaten als Hexe hingerichtet worden. Angestoßen wurde das ganze von einem evangelischen Pastor.
In der Tat: Wir haben wirklich keine anderen Probleme, als mit derlei Symbolhuberei die Zeit zu verplempern. Man muß nur vor die Tür gehen und sieht, daß Arbeit genug ansteht, um das Umfeld der Stadt Köln lebenswerter zu machen. So schlimm das Schicksal der Henoth und anderer "Hexen" auch war, heute, 400 Jahre (!) später, werden sie nur abermals mißbraucht, diesmal für die Profilneurose unterbeschäftigter Provinzpolitiker und Funktionsträgern der ev. Kirche, die mangels religiöser und theologischer Substanz versuchen, über eine künstlich erzeugte political correctnes Aufmerksamkeit zu erzeugen.
Ich werde nun umgehend bei der Republik Italien und vorsorglich beim comune di Roma als Rechtsnachfolger des Römischen Imperiums die Anullierung des Verfahrens und die Aufhebung des Todesurteils gegen einen gewissen Jesus bar Joseph beantragen.
Sauerland weg. Und wer wählt jetzt den Wulff aus Bellevue raus?
Langsam wird's mit der Kälte kriminell. Mußte gerade einen Eisbären von der Mülltonne vertreiben.
Ein Historiker wird aus Christian Wulff nicht mehr. Jetzt hat der gute Mann die Einwanderungspolitik des Alten Fritzen über den grünen Klee gelobt, daß es einem ganz warm ums Herz wird: "Tausende durften sich in Preußen niederlassen, ob in Salzburg oder Sachsen geboren, ob Hugenotten, Katholiken oder Muslime."
Naja, ganz so einfach war es dann doch nicht. Fleißig mußten sie schon sein.

Christian Wulff, der Adolf Sauerland der Bundespolitik.
Tja, sowas passiert, wenn man ein überfordertes Provinzwürstchen aus fadenscheinigen Gründen ins höchste Staatsamt hievt. Ein kleinkarierter Raffke, der unter Aufbietung seines kümmerlichen Stolzes die grandiose Idee hat, als höchstes Verfassungsorgan auf der Pressefreiheit rumzutrampeln. Und das bloß, damit ihn das Volk nicht mit der Hand im Marmeladentopf sieht.
Und alle so: "Danke, Mutti!"
