Kollege Schwenzel ist ganz Fanboy und der Meinung, Julia Schramm könne "sich super ausdrücken". Und wenn man hinschaut, schwafelt sich das Mädel in altbekannter Manier um Kopf und Kragen. Wer sonst würde es von seiner persönlichen, zwischendurch depressiven Befindlichkeit in einem Atemzuge zu "Wasser-, Gas-, Strom-, Kommunikationsnetzen" schaffen?
Der Leser dieses Textes bleibt staunend und leicht ratlos zurück. Ich kann ja zur Not damit leben, das ein zusammenhanglos daherstotterndes Mädel seine regelmäßig erlebten Schübe von Exhibitionismus für normal und berichtenswert hält. Aber das Ganze dann in Manier einer Borgdrohne als alternativlose Zukunft unserer ganzen Gesellschaft zu verkaufen und auch mir aufdrücken zu wollen, ist nur noch dummdreist.
Immer wenn ich gerade dabei bin, die Piraten sympathisch zu finden, kommen sie daher und erinnern mich daran, warum das derzeit noch ein völlig unwählbarer Kindergarten ist. Die haben alle kein normales Leben.
Leider.
Unbestätigten Meldungen zufolge soll sich Silvio Berlusconi erst dann endgültig zum Rücktritt bereiterklärt haben, nachdem man ihm zugesichert hatte, er werde seine nächste Wohnadresse nicht in einem Gefängnis haben, sondern in einem gutbesetzten Bordell.
Ja, früher wurden solche peinlichen Gestalten noch stillschweigend im Kloster entsorgt.
Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.
Befiehl den Tomaten voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in sie hinein.

Gestern 21°. Und auch heute ist die Sonne von geradezu südländisch schmeichelndem Charakter. Am fünften November Anno Domini 2011. November?
Und überhaupt, Halloween. Da hat die Kommerzmaschine hervorragend funktioniert, alljährlich zu noch einem Termin überflüssigen Tand in die schafsblöde Masse zu drücken, die den Anlaß außerdem freudig nutzt, sich zu besaufen und unter Hinterlassung von Bierflaschenscherben und Kotze ein würdiges Zeugnis westlicher Lebensart hinterläßt. Draußen trifft man jetzt schon kleine und gar nicht mehr so kleine Terroristen, die mit dem "Süßes oder Saures!"-Ruf und wildem Sturmgeklingel an den Haustüren die Nachbarschaft erschrecken, denn bei unbotmäßiger Knauserigkeit drohen rohe Eier an der Hauswand oder schlimmeres.
Ist das wirklich erst ein paar Jahre her, daß Kinder zu St. Martin unter Absingen von "Laterne, Laterne" harmlos durch die Straßen zogen?
Die Verkleidung zum Tage, garantiert gruselig: Mark Zuckerberg als Halloween-Maske. Da bleibt das schleimige Krakenkostüm im Schrank.
Man nennt es auch iRrsinn.
Wie schön, daß die Union die Sache gleich selbst in die Hand nimmt und tatkräftig beweist, daß das Internet ein rechtsfreier Raum ist.



La Pescheria. Fischmarkt in Catania. Auch so ein Grund, warum ich nie zum Vegetarier werden könnte...
