Montag, 11. Juli 2011

Im Endeffekt haben sich Berlins Lippenbekenntnisse zum arabischen Frühling ganz und gar als heiße Luft erwiesen. Die Verantwortlichen bleiben kraftlos in den alten Denkschemata des kalten Krieges gefangen. Geheimhaltung als oberstes Prinzip... Der Feind meines Feindes... Die Weigerung, die Entwicklung in Libyen tatkräftig zu unterstützen, um sich lieber der Tunix-Koalition um China und Rußland anzuschließen, wirkt jetzt im Licht des Saudi-Panzer-Deals nur konsequent. Vorwärts nimmer!

Wenn es aber nur darum geht, Kraus-Maffei zu sanieren, braucht es nun wirklich keine Geheimniskrämerei.



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Donnerstag, 7. Juli 2011

Nebenan erfreut man sich über das Scheitern der Münchner Olympiaträume 2018 und den Beschluß, den Berlinern ein Retortenstadtschloß hinzustellen.

Zu Unrecht. Als Steuerzahler sind wir so oder so dran. Nur über die endgültige Höhe des derzeit auf 500 Millionen veranschlagten Bundesanteils für das "Stadtschloßimitat" sind die Wetten noch offen. Aber das sind eh nur Peanuts. In Berlin ist man derzeit ohnehin in Gönnerlaune und will die Kinderstar-Gruppe FDP mit milliardenschweren Geschenken solange am Leben erhalten, bis Rösler, Lindner und Bahr erwachsen sind. Da werden wir ja wohl noch das Geld für ein bißchen künstliche Hauptstadtkultur haben.



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Montag, 4. Juli 2011
Gaza zu Wasser und zu Lande

Alle naselang hört man jetzt von dieser ominösen "Hilfsflottille" für Gaza.

Ich weiß gar nicht, warum die immer übers Meer kommen wollen. Haben die alle keinen Atlas? Bekanntlich hat der Gaza-Streifen eine Landgrenze nach Ägypten. Wie wäre es denn, wenn die selbsternannten Helden mal bei den dortigen Behörden anfragten, ob man nicht vielleicht eine Hilfskarawane... wie, was höre ich da? Das käme im TV nicht cool genug 'rüber? Wäre zu langweilig, weil sich da kein Juden-Bashing unterbringen lasse?

Ach so.



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Samstag, 2. Juli 2011

Schwarz wie der Tod,
Heiß wie die Hölle,
Süß wie die Liebe.



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Dienstag, 28. Juni 2011
Jessas!




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Streßtest

Normalerweise vermeide ich es ja nach Möglichkeit, mit dem Zug zu fahren. Alles, was über zwei Stunden geht, ist für mich Quälerei. Und dann die Frage, ob er überhaupt fährt und wann? Stellwerksfehler, Kabeldiebe, defekte Klimaanlagen - Lotto spielen ist dagegen langweilig und berechenbar.

Aber morgen läßt es sich nicht vermeiden, da muß ich mich vier Stunden lang durch die Republik schaukeln lassen. Und einen Tag später retour. Ich weiß mich in meiner Vorfreude überhaupt nicht zu fassen.



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Freitag, 24. Juni 2011
Déjà-vu



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Sonntag, 12. Juni 2011
Komm



Veni, creator Spiritus
mentes tuorum visita,
imple superna gratia,
quae tu creasti pectora.

Qui diceris Paraclitus,
donum Dei altissimi,
fons vivus, ignis, caritas
et spiritalis unctio.

Tu, septiformis munere,
dextrae Dei tu digitus,
Tu rite promissum Patris,
sermone ditans guttura.

Accende lumen sensibus,
infunde amorem cordibus,
infirma nostri corporis
virtute firmans perpeti.

Hostem repellas longius,
pacemque dones protinus:
ductore sic te praevio
vitemus omne noxium.

Per te sciamus, da, Patrem
noscamus atque Filium,
te utriusque Spiritum
credamus omni tempore.



KOMM, Schöpfer Geist, kehr bei uns ein,
besuch das Herz der Kinder dein:
Die deine Macht erschaffen hat,
erfülle nun mit deiner Gnad.

Der du der Tröster wirst genannt,
vom höchsten Gott ein Gnadenpfand,
du Lebensbrunn, Licht, Lieb und Glut,
der Seele Salbung, höchstes Gut.

O Schatz, der siebenfältig ziert,
o Finger Gottes, der uns führt,
Geschenk, vom Vater zugesagt,
du, der die Zungen reden macht.

Zünd an in uns des Lichtes Schein,
gieß Liebe in die Herzen ein,
stärk unsres Leibs Gebrechlichkeit
mit deiner Kraft zu jeder Zeit.

Treib weit von uns des Feinds Gewalt,
in deinem Frieden uns erhalt,
dass wir, geführt von deinem Licht,
in Sünd und Elend fallen nicht.

Gib, dass durch dich den Vater wir
und auch den Sohn erkennen hier
und dass als Geist von beiden dich
wir allzeit glauben festiglich.

Dem Vater Lob im höchsten Thron
und seinem auferstandnen Sohn,
dem Tröster auch sei Lob geweiht
jetzt und in alle Ewigkeit.




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