Eine Million betrunkene, unter Drogen stehende Menschen in einen Pferch mit Platz für halb soviele zu stecken, das ist nicht "Love", das ist vorsätzlicher Mord aus Profilneurose und Profitgier.
Aygül Özkan erfreut sich ja seit ihres strammen Vorstoßes zum Abhängen aller Schulkruzifixe nicht nur in ihrer Partei, der CDU, eines durchaus umstrittenen Rufes. Aber anscheinend glaubt Niedersachsens Familienministerin, ihr Image sei noch nicht schlecht genug und lädt nun ein zur Pressezensur.
Die schreibende Zunft möge bitte nur noch erbaulich über die Integration berichten, "kultursensibel" und möglichst nur die positiven Aspekte in den Blick nehmen. In Zukunft also bitte nur noch Friede, Freude, Wattepusten.
Das ganze soll dann mit einer Selbstverpflichtungserklärung besiegelt werden, die am 16. August von Medienvertretern unterzeichnet werden soll. Komisch, daß als einziges Blatt die "NW-Zeitung" darüber berichtet, alle anderen Redaktionen scheinen bislang noch im sommerbedingten Tiefschlaf gefangen zu sein. Immerhin fügt die "NW-Zeitung" auch gleich den richtigen Kommentar an:
"Es dürfte in Deutschland bislang einzigartig sein, dass eine Landesregierung die Medien auf gemeinsame Inhalte verpflichten will und sogar die dabei zu wählende Sprache vorschreiben möchte."
Man sollte der guten Frau möglicherweise das Konzept Integration erneut erklären. Es kann jedenfalls nicht darin bestehen, die türkischen Zustände in Sachen Pressefreiheit in Deutschland zu integrieren.
Heute nach langen Wochen wieder ein Hemd mit langen Ärmeln angezogen. Strümpfe auch.
Es fühlt sich fremd an.
Heute, vierzehn Monate nach dem Beginn des Experiments, haben die kleinen Oleander mich belohnt für meine vielfältigen und umständlichen Mühen. Alle vier haben den Winter überstanden und bis heute überlebt.

Pflanzen, schön und kräftig
In der Zwischenzeit haben sie mich allerdings ziemlich auf Trab gehalten, Oleander haben ja eine ganze Kollektion von Schädlingen, die sich für sie interessieren. Spinnmilben und Schildläuse wollten ebenso bekämpft werden wie mehre Abarten des Schimmels, was beinahe zum Absterben einer der Pflanzen geführt hätte. Die mußte ich dann kräftig stutzen.

Blüten, weiß und zart
Der Oleander hat aber schon wieder kräftigst ausgetrieben, obwohl er natürlich dieses Jahr nicht mehr blühen wird. Die anderen drei aber haben fleißig Knospen getrieben und justament heute sind die ersten beiden Blüten aufgegangen und erfreuen mich mit derselben zarten weißen Farbe wie der riesige Elternstrauch zu Rom, von dem sie einst genommen wurden.

Genau gegenüber von S. Pietro in Montorio auf dem Gianicolo
Und wie ich es erhofft habe, machen sie sich in der Verbindung mit dem großen roten Oleander ganz prächtig.

Es ist eine Freude.

Jogi Löw verlängert, Merkel gerettet.
Merz, Koch, Oettinger, Köhler, von Beust. Die CDU pflegt mittlerweile als einzige Tugend die Fahnenflucht.
Empfindliche Abkühlung, jäher Temperatursturz, nur noch 26°, brrr!
Mit das Schönste an der Hitzewelle der letzten Tage und Wochen ist ja nicht zuletzt der Umstand, daß uns die Temperaturwalze ein ganz neues Verständnis für unsere Brüder im nahen und weiten Süden, in Spanien, Italien oder gar Afrika geschenkt hat. Auch noch die pflichtbewußteste germanische Arbeitsseele sinkt bei 36° ermattet nieder, um auf bessere Zeiten zu hoffen. Jedweder nordische Hochmut schmilzt schlicht dahin. Wie schön, daß die Witterung auch pädagogische Effekte bereithält.
