Mittwoch, 28. April 2010

Ich finde es nicht weiter verwunderlich, daß die Rating-Agenturen gerade mal wieder ein Land nach dem anderen in Grund und Boden bewerten (nach Griechenland nun Spanien und Portugal), das ist eben ihr Geschäft. Ich finde es ebenfalls nicht verwunderlich, daß die komplette ökonomische Welt von Bankstern bis Journaille brav blökend dem Verdikt folgt und lieber noch einmal nachtritt, um auch ganz sicher zu sein.

Was mich aber ehrlich verwundert, daß es nach dem Desaster in den letzten zwei Jahren überhaupt noch Rating-Agenturen gibt. In einer gerechten Welt wären die Agentur-Bankster ausnahmslos füsiliert worden.



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Freitag, 23. April 2010

Der Bruch zwischen Italiens großem Zampano Silvio Berlusconi und seinem zwischenzeitlichen Bundesgenossen, dem einstigen Chef der Alleanza Nazionale Gianfranco Fini, scheint nun endgültig zu sein. Die beiden Parteifreunde beschimpfen sich mittlerweile sogar faccia a faccia und die italienische Journaille läuft begeistert kläffend nebenher.

Wenig ist geeignet, den Zustand der italienischen Politik so grell zu beleuchten wie der Umstand, daß ein ehemaliger Neofaschistenführer zehn- und hundertmal seriöser und vertrauenswürdiger auftritt als der Operettenbuffo im Ministerpäsidentenamt.



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Dienstag, 20. April 2010

Interessante Zahl: 200.000 vulkanbedingt im Ausland gestrandete deutsche Urlauber sollen in den nächsten Tagen von den Airlines heim in die Republik geholt werden.

200.000? Die Urlaub machen? Und wir haben nicht mal Ferien. Was geologische Vorgänge so alles ans Tageslicht fördern...



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Sonntag, 11. April 2010
Von Splittern und Balken

Richard Dawkins, britischer Atheistenführer, will den Papst bei seinem Großbritannienbesuch im September festnehmen lassen, "wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit".

Ob es fanatische Frömmler sind, die wahlweise nach Scheiterhaufen oder Scharia rufen oder selbsternannte Befreier vom Joch des Aberglaubens - sie sind in ihrer selbstgerechten Ignoranz gleichermaßen abstoßend.



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Dienstag, 6. April 2010
23°

Im Schutz von nach Südwesten weisender Terrasse und Garten sitzen. Eine strahlende Sonne innmitten des makellos blauen Himmels, das Summen eifriger Hummeln, Tee, Gebäck.



Das Leben ist schön.





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Montag, 5. April 2010

Wenn ich mir so anschaue, wie sich die Kollegen IT-Journalisten derzeit wegen Steve Jobs' neuerster Offenbarung namens iPad im Handumdrehen in eine begeistert kläffende PR-Meute verwandeln, kann ich überhaupt nicht verstehen, warum Reise- und Autojournalisten einen so üblen Ruf haben.



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Wir führen Krieg? Also umgangssprachlich? Reife Leistung, diese Erkenntnis, nach acht Jahren Märchenstunde übers Puppenverschenken bei THW-Einsätzen im Flecktarn.

Da waren unsere Vorfahren aber ehrlicher. Das hieß da Ding von Anfang an "Krieg". Und der war schon nach fünfeinhalb Jahren 'rum.



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Sonntag, 4. April 2010
Exsultet


rohlocket, ihr Chöre der Engel,
frohlocket, ihr himmlischen Scharen,
lasset die Posaune erschallen,
preiset den Sieger, den erhabenen König!

Lobsinge, du Erde, überstrahlt vom Glanz aus der Höhe!
Licht des großen Königs umleuchtet dich.
Siehe, geschwunden ist allerorten das Dunkel.

Auch du freue dich, Mutter Kirche,
umkleidet von Licht und herrlichem Glanze!
Töne wider, heilige Halle,
töne von des Volkes mächtigem Jubel.

Darum bitte ich euch, geliebte Brüder,
ihr Zeugen des Lichtes, das diese Kerze verbreitet:
Ruft mit mir zum allmächtigen Vater
um sein Erbarmen und seine Hilfe,

dass er, der mich ohne mein Verdienst, aus reiner Gnade,
in die Schar der Leviten berufen hat,
mich erleuchte mit dem Glanz seines Lichtes,
damit ich würdig das Lob dieser Kerze verkünde.

n Wahrheit ist es würdig und recht,
den verborgenen Gott, den allmächtigen Vater,
mit aller Glut des Herzens zu rühmen
und seinen eingeborenen Sohn,
unsern Herrn Jesus Christus,
mit jubelnder Stimme zu preisen.

Er hat für uns beim ewigen Vater Adams Schuld bezahlt
und den Schuldbrief ausgelöscht mit seinem Blut, das er aus Liebe vergossen hat.

Gekommen ist das heilige Osterfest,
an dem das wahre Lamm geschlachtet ward,
dessen Blut die Türen der Gläubigen heiligt
und das Volk bewahrt vor Tod und Verderben.

ies ist die Nacht,
die unsere Väter, die Söhne Israels,
aus Ägypten befreit
und auf trockenem Pfad durch die Fluten des Roten Meeres geführt hat.

Dies ist die Nacht,
in der die leuchtende Säule
das Dunkel der Sünde vertrieben hat.

Dies ist die Nacht,
die auf der ganzen Erde alle, die an Christus glauben,
scheidet von den Lastern der Welt,
dem Elend der Sünde entreißt,
ins Reich der Gnade heimführt
und einfügt in die heilige Kirche.

Dies ist die selige Nacht,
in der Christus die Ketten des Todes zerbrach
und aus der Tiefe als Sieger emporstieg.

Wahrhaftig, umsonst wären wir geboren,
hätte uns nicht der Erlöser ge­rettet.


unfassbare Liebe des Vaters:
Um den Knecht zu erlösen, gabst du den Sohn dahin!

O wahrhaft heilbringende Sünde des Adam,
du wurdest uns zum Segen,

da Christi Tod dich vernichtet hat.

O glückliche Schuld,
welch großen Erlöser hast du gefunden!

O wahrhaft selige Nacht,
dir allein war es vergönnt, die Stunde zu kennen,
in der Christus erstand von den Toten.

ies ist die Nacht, von der geschrieben steht:
„Die Nacht wird hell wie der Tag,
wie strahlendes Licht wird die Nacht mich umgeben.“

Der Glanz dieser heiligen Nacht
nimmt den Frevel hinweg,
reinigt von Schuld,
gibt den Sündern die Unschuld,
den Trauernden Freude.
Weit vertreibt sie den Hass,
sie einigt die Herzen
und beugt die Gewalten.

In dieser gesegneten Nacht, heiliger Vater,
nimm an das Abendopfer unseres Lobes,
nimm diese Kerze entgegen als unsere festliche Gabe!
Aus dem köstlichen Wachs der Bienen bereitet,
wird sie dir dargebracht von deiner heiligen Kirche
durch die Hand ihrer Diener.

So ist nun das Lob dieser kostbaren Kerze erklungen,
die entzündet wurde am lodernden Feuer zum Ruhme des Höchsten.

Wenn auch ihr Licht sich in die Runde verteilt hat,
so verlor es doch nichts von der Kraft seines Glanzes.

Denn die Flamme wird genährt vom schmelzenden Wachs,
das der Fleiß der Bienen für diese Kerze bereitet hat.


wahrhaft selige Nacht,
die Himmel und Erde versöhnt,
die Gott und Menschen verbindet!

Darum bitten wir dich, o Herr:
Geweiht zum Ruhm deines Namens,
leuchte die Kerze fort,
um in dieser Nacht das Dunkel zu vertreiben.
Nimm sie an als lieblich duftendes Opfer,
vermähle ihr Licht mit den Lichtem am Himmel.

Sie leuchte, bis der Morgenstern erscheint,
jener wahre Morgenstern, der in Ewigkeit nicht untergeht:
dein Sohn, unser Herr Jesus Christus,
der von den Toten erstand,
der den Menschen erstrahlt im österlichen Licht;
der mit dir lebt und herrscht in Ewigkeit.

Amen.


Wir haben's gerade ziemlich nötig.





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