Mittwoch, 8. November 2006

Sehr erfreuliche Wahlergebnisse in Usaland. Auch wenn man den Demokraten nicht unbedingt konzeptionelle Stärke oder Einigkeit nachsagen kann: daß es nun endlich ein Ende mit der unsäglichen Cowboy-Politik aus Washington hat, ist eine gute Nachricht für die Welt. Dasselbe gilt für den Rücktritt von Verteidigungsminister Rumsfeld, der in Planung und Durchführung maßgebliche Verantwortung für das Irak-Desaster mit unzähligen Toten trägt.

Bleibt nur zu hoffen, daß mit dem ehemaligen CIA-Chef Bob Gates endlich ein wenig mehr Intelligence ins Verteidigungsministerium einzieht.

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Dienstag, 7. November 2006
Finger der Finsternis

Bevor der Tag sich rotlodernd verabschiedet, legt er noch dunkeldrohende Finger quer über den Himmel:

Der Winter kommt, und er wird kalt sein und dunkel.

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Montag, 6. November 2006

Depressionswetter. Wenn es zwischendurch überhaupt mal hell wird, sieht es überall nach verrotteter und schmutziger Industrieruine aus. Daher derzeit häufiger auftretende Fernwehattacken nach Italien. 20° & sonnig dort, wäre eigentlich mal Zeit, die Freunde in Rom zu besuchen. Wenn ich denn die Zeit hätte.

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Sonntag, 5. November 2006

Am Dienstag Kongreßwahlen in den USA und heute das Todesurteil gegen Saddam: das nenne ich doch mal Timing.

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Freitag, 3. November 2006
Zahlenspiele & fremde Federn

Unter zehn Prozent Arbeitsunwillige, wie das jetzt seit neuestem heißt. Sicher kein Erfolg der derzeitigen Bundesregierung. Alles, was in diesem Land funktioniert, gelingt nicht wegen, sondern eher trotz der Berliner Hasenfüße. In der Bevölkerung scheint dafür ein gutes Gespür vorzuherrschen: trotz guter Werte von der Steuer- und der Arbeitsfront ist die Zustimmung zur Darbietung der Demokratie mit 49% so niedrig wie nie.

Die Berliner Hasenfüße zerstören mutwillig die demokratische Leigitimation, und braune oder rote Rattenfänger erzeugen mit ihrem populistischen Dummschwatz mittlerweile bis tief in die "normale" Bevölkerung hinein Widerhall.

Vielleicht sind 60 Jahre ununterbrochener Frieden und Wohlstand für Deutsche kein förderlicher Zustand. Kein Wunder angesichts der letzten 1000 Jahre deutscher Geschichte, die in schöner Regelmäßigkeit von Kriegen erschüttert wurde. Vielleicht ist eine weitere Frucht dieser Zeit gewissermaßen die Notwendigkeit, daß hierzulande in bestimmten Abständen die Uhr wieder aufgezogen werden muß.

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Schnüffel schnüffel?

Was ist das denn: in den Referrern hab ich dutzendfach die Adresse www.domaindatei.de, die zugehörige Seite raunt mir geheimnisvoll "Hier entsteht eine Liste mit mehreren Millionen .de-Domains. Es lohnt sich, gelegentlich vorbeizuschauen." zu.


Die Whois-Informationen für www.domaindatei.de

Name: P. Louis
Address: Kastanienallee 54
Pcode: 10119
City: Berlin
Country: DE
Phone: +49.30 30369598
Fax: +49.721151243309
Email: nic@louis.ph


Eine Email-Adresse auf den Philippinen? Die zugehörige Seite leuchtet in unschuldigem weiß und ist völlig leer.

Ich weiß ja nicht, irgendwie riecht das nicht gut.

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Donnerstag, 2. November 2006

Vor einer Woche noch nostalgisch in der Nachmittagssonne am Kaffee genippt und heute sozusagen beinahe in einer Schneewehe erfroren. Das geht mir zu schnell, das mit dem Klimawandel.

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Mittwoch, 1. November 2006
Wozu noch Paranoia?

Eigentlich kann das nicht mehr verwundern: die "don't be evil"-Butze (harhar) Google, die der chinesischen Regierung fleißig beim Zensieren unbotmäßiger Seiten hilft ("Demokratie? Oh Gott!"), arbeitet eng mit der CIA zusammen.

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