Was ich bisher nicht wußte: Ich bin Altstalinist. Jedenfalls, wenn man tagesschau.de folgt.
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1455: Altenburger Prinzenraub: Kunz von Kaufungen lässt die beiden Söhne des sächsischen Kurfürsten Friedrich des Sanftmütigen, Ernst und Albrecht aus dem Altenburger Schloss entführen, um finanziellen Forderungen aus dem Sächsischen Bruderkrieg Nachdruck zu verleihen. Wikipedia
Man sagt, Geschichte zu treiben habe den Zweck, aus ihr zu lernen. Nun denn, was will mir obiges Ereignis, das sich heute zum 552. Male jährt, im Angesicht von 600 Mrd. € sagen, die jährlich nach Neufünfland fließen und von den dortigen Landesfürsten (sic!) dreistlächelnd für alles, nur nicht für die eigentlichen Infrastrukturmaßnahmen aufgewendet werden:
Geschichte wiederholt sich, als Farce?
Wenn nun die große Koalition an den großen Aufgaben scheitert, zu deren Bewältigung sie doch angetreten ist, welche Legitimation bleibt ihr dann eigentlich noch?
Fahnen und Wimpel mit Erektionsschwierigkeiten.
Wirklich unheimlich sind für mich die Fotos, über die ich jetzt bei boingboing gestolpert bin: Anfang der 50er Jahre veranstalteten die Amerikaner in Nevada auch nächtens oberirdische Atombombentests, sodaß die Lichteffekte bis nach Los Angeles zu sehen waren. Teilweise war der Himmel taghell erleuchtet. Aus dieser Zeit stammen einige Aufnahmen, die ein findiger Mensch aus dem Online-Angebot der Los Angeles Public Library herausgewühlt hat.

Dr. Seltsams Leselampenlicht?
Nur ein paar ziemlich schlechte s/w-Photos von Anno dunnemals und trotzdem stellt sich beim Betrachten wieder dieses merkwürdige Gefühl ein, dieses Zupfen in der Magengegend, das ich damals vor 25 Jahren in der Schule hatte, als uns ein Lehrer darauf hinwies, daß sich ganz in unserer Nähe ein Funkfeuer befände, an dem sich die Bomber der strategischen Luftflotte der United States Air Force orientierten, von denen ständig immer ein paar mit scharfen Kernwaffen an Bord durch die Himmel flogen. Bei schönem Wetter und klarem Himmel konnten wir kleine, silberne Punkte erkennen und hörten ein fernes Sirren, das waren die B-52 mit über dreißig Tonnen Bombenlastkapazität, die genau über unsere Köpfe hinwegflogen und dabei immer eine sanfte Linkskurve einlegten.
War schon eine damned absurde und nicht immer gute, alte Zeit, damals.
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Gerade jetzt wälzt sich eine schwarze Wolkenfront von Westen heran, um sich sintflutgleich über uns auszuregnen und alles zu ersäufen, was sich nicht in Sicherheit gebracht hat.
Gestern ist auch die schwarzweiße Sonne des Fußballs untergegangen, und ab heute müssen wir uns wieder mit den grauen Gegebenheiten beschäftigen, ob wir wollen oder nicht.

Da kommt was auf uns zu
Ganz unverstellt geht der Blick auf das, was da kommt, und das ist bestenfalls stümperhaft und ansonsten eine Kapitulation vor den Kräften der Beharrung, den Lobbyisten, den Verschwendern. Die können sich ja wehren, ganz im Unterschied zu den armen Hartz-Schweinen, die sind selbst schuld, wenn sie nicht in Lohn und Brot kommen. Aber es ist eben einfacher, Menschen zu kujonieren, die eh schon ganz unten angekommen sind, als den Filz aus Bürokratie und Lobbyismus zu zerreißen.
"Der Papst ist immer unparteiisch, und deshalb wird er am Dienstag ein ganz großes Herz haben, das sowohl für Deutschland als auch für Italien schlägt."
So wurde es am Wochenende datum urbe verkündet und dem kann ich mich ohne weiteres anschließen, nicht nur wegen meiner theologischen Bezüge. Immerhin habe ich einige Jahre italianità vor Ort gekostet, und drum werd ich am Sonntag die Daumen halten.
Was sah der Franz eben gealtert aus, alter Schwede...
Ein Erfolg der deutschen Mannschaft heute ff. wäre schon deshalb erfreulich, weil man diesen den Jauchetauchern der BLÖD-Zeitung mitsamt ihren präpotenten Klinsmann-Beschimpfungen in den Hals stopfen könnte.
Der Haltungsturner bekommt einen neuen Job und wird Chief Blogging Officer. Die übrigen Blogger müssen jetzt strammstehen und Jawoll! sagen...
Das ist das Schöne am Webzwonull: der Erfindungsreichtum, den man braucht, um Visitenklappkarten standesgemäß auf denglisch zu füllen, ist wieder da.
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Es juckt mich ja dringend, nach der WM mal die Reklamehäuptlinge von McDonalds, Telekom, Bitburger & Co mit 1 schlichten Frage zu konfrontieren: ob dieser Werbe-GAU ("...blabla präsentiert von blabla ...") vor, während und nach jedem Spiel wirklich so gewollt ist. Zumindest bei mir erzeugen die endlosen und nervtötenden Werbefilmchen neben einer Schwiele auf dem Daumen vor allem eins: blanken Haß auf die Firmen, die den Zuschauer so derart vergewaltigen. Mich interessiert das wirklich, ob sich die Werbefritzen der, hm, kontraproduktiven Wirkung ihres Overkills bewußt sind.
Und da ich davon mit ziemlicher Sicherheit ausgehe, bleibt eigentlich nur die Erkenntnis: sie sind märchenhaft dumm oder abgrundtief bösartig. Ja, so wird es sein: dämliche Misanthropen.
