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Freitag, 7. April 2006
maternus, 18:14h
Fußball nazifrei
maternus, 03:45h
Mein Glaube an die deutsche Juristerei kehrt langsam wieder zurück. Die Wirrköpfe von der NPD dürfen ihren "WM-Planer" (warum eigentlich nicht "WM-Führer"?) aufgrund einer einstweiligen Verfügung des Nationalspielers Owomoyela nicht mehr weiter vertreiben.
Die Nationaldilettanten versuchen sich gegen die EV zu wehren und verweisen zur Begründung auf die "aktuellen Korruptions- und Wettskandale im deutschen Fußball".
???
Naja, man kann's ja mal versuchen, wird sich der braune Ethikbeauftragte gedacht haben.
[Via]
Die Nationaldilettanten versuchen sich gegen die EV zu wehren und verweisen zur Begründung auf die "aktuellen Korruptions- und Wettskandale im deutschen Fußball".
???
Naja, man kann's ja mal versuchen, wird sich der braune Ethikbeauftragte gedacht haben.
[Via]
Donnerstag, 6. April 2006
Gage für den Stinkefinger
maternus, 20:06h
...es bliebe hierbei nur noch nachzutragen, daß Spon seinen Bericht übers böse ZDF, das Jugendliche fürs Rumprollen bezahlt, am besten noch einmal überarbeiten sollte. Warum? Weil exakt dasselbe den Kollegen von Spiegel TV vorgeworfen wird.
Ganz klar: Die Große Koalitze scheint für die Journaille Saure-Gurken-Zeit zu bedeuten. Da erfindet man sich seinen "TV-Event" mal gerne selbst. Alles wie gehabt.
[Via]
Ganz klar: Die Große Koalitze scheint für die Journaille Saure-Gurken-Zeit zu bedeuten. Da erfindet man sich seinen "TV-Event" mal gerne selbst. Alles wie gehabt.
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Si hortum habebis cum bibliotheca, nihil deeris
maternus, 18:11h
Bekanntlich gibt es ja die erstaunlichsten Süchte, kein Ding, das nicht zum Objekt der gepflegten und kultivierten Begierde werden kann. Da schlägt unser jahrtausendealtes Dasein als Jäger und Sammler durch, auch wenn's heutzutage zumeist nur noch ums Shopping geht, köstlich der Gang durch die Reihen des Angebotes, betörend all die Farben, die Formen, wohlmöglich sogar noch bereichert um Klänge und duftende Gerüche.
Geradezu Klischee sind die roten Schuhe für die Damenwelt, wie eben Kfz-Accessoires für den Kapitän des Berufsverkehrs. Ein anderer mag sich für edles Meublement begeistern, ein dritter nur für rare, alte Erzeugnisse von Gutenbergs Kunst.
Geschenkt.
Über derlei irdisch-kurzfristiges habe ich mich längst erhoben, Tand, Tand, alles Werk von Menschenhand. Vergänglich sind wir allzumal, vergänglich unsrer Hände Tun und Frucht. Was liegt näher, als sich in Erkenntnis dieser Gegebenheit nicht gleich aufs Wachsende und Vergehende zu verlegen, kurz, den Garten und was ihn erfüllt an Gehölz und Blüte.

Und alle brauchen mind. 30-50cm Pflanzabstand zueinander...
So ein Besuch beim Gartenfachhändler ist ein alljährliches Fest, ein Schloßpark müßte mein eigen sein, wollte ich alles unterbringen, das mich lockt, es zu erwerben und zu pflanzen. Dieses Jahr also wurden Stauden und Blumen zur Auffüllung von Lücken herangeschafft, die sich hier und dort mit den Jahren so ergeben haben. Vergreisung plagte die Astern, woanders hinterließen die im Winter umgepflanzten Pfingstrosen (ein Wagnis! Hoffentlich blühen sie dieses Jahr!) eine größere Fläche, die ich nun mit meinen alten Freundin, der Stockrose, auf das Prächtigste zu bevölkern gedenke. Die Lust des Grabens, Wühlens und des Pflanzens, sorgfältige Vorbereitung des Bodens, die ganze Zeit die Vorfreude auf die Farbenfülle im Sommer und Herbst. Auf lange Tage und Abende im Freien, den Laptop auf dem Tischchen unterm Sonnenschirm, an ganz heißen Tagen die Füße in der kleinen Wanne voll kalten Wassers. Dem Abendlicht beim allmählichen Schwinden zuschauen, das sich durch alle Farben der warmen Farbpalette registert, dem Gesang der Vögel, schließlich der Mond, der in den Zweigen schwimmt, ein Gläschen Wein, ein Stück alten Käses... und dazu brauche ich keine Glotze, kein Radio, überhaupt keine Berieselung durch irgendetwas. Klingt wie von einem 80jährigen gesagt, ich weiß. In der Tat bin ich froh, daß ich um derlei bereits 40 Jahre früher weiß.
Im Mai dann, wenn die strengen Fröste nur noch Trolle in Norwegen necken, werden die übriggebliebenen Löcher mit Einjahresblumen aufgefüllt, die jetzt noch im wärmenden Gewächshaus wohlig dem Sommer entgegenschlummern.
In der Tat, mit Bibliothek und Garten ist man schon ein recht wohlversorgter Mensch.
Geradezu Klischee sind die roten Schuhe für die Damenwelt, wie eben Kfz-Accessoires für den Kapitän des Berufsverkehrs. Ein anderer mag sich für edles Meublement begeistern, ein dritter nur für rare, alte Erzeugnisse von Gutenbergs Kunst.
Geschenkt.
Über derlei irdisch-kurzfristiges habe ich mich längst erhoben, Tand, Tand, alles Werk von Menschenhand. Vergänglich sind wir allzumal, vergänglich unsrer Hände Tun und Frucht. Was liegt näher, als sich in Erkenntnis dieser Gegebenheit nicht gleich aufs Wachsende und Vergehende zu verlegen, kurz, den Garten und was ihn erfüllt an Gehölz und Blüte.

Und alle brauchen mind. 30-50cm Pflanzabstand zueinander...
So ein Besuch beim Gartenfachhändler ist ein alljährliches Fest, ein Schloßpark müßte mein eigen sein, wollte ich alles unterbringen, das mich lockt, es zu erwerben und zu pflanzen. Dieses Jahr also wurden Stauden und Blumen zur Auffüllung von Lücken herangeschafft, die sich hier und dort mit den Jahren so ergeben haben. Vergreisung plagte die Astern, woanders hinterließen die im Winter umgepflanzten Pfingstrosen (ein Wagnis! Hoffentlich blühen sie dieses Jahr!) eine größere Fläche, die ich nun mit meinen alten Freundin, der Stockrose, auf das Prächtigste zu bevölkern gedenke. Die Lust des Grabens, Wühlens und des Pflanzens, sorgfältige Vorbereitung des Bodens, die ganze Zeit die Vorfreude auf die Farbenfülle im Sommer und Herbst. Auf lange Tage und Abende im Freien, den Laptop auf dem Tischchen unterm Sonnenschirm, an ganz heißen Tagen die Füße in der kleinen Wanne voll kalten Wassers. Dem Abendlicht beim allmählichen Schwinden zuschauen, das sich durch alle Farben der warmen Farbpalette registert, dem Gesang der Vögel, schließlich der Mond, der in den Zweigen schwimmt, ein Gläschen Wein, ein Stück alten Käses... und dazu brauche ich keine Glotze, kein Radio, überhaupt keine Berieselung durch irgendetwas. Klingt wie von einem 80jährigen gesagt, ich weiß. In der Tat bin ich froh, daß ich um derlei bereits 40 Jahre früher weiß.
Im Mai dann, wenn die strengen Fröste nur noch Trolle in Norwegen necken, werden die übriggebliebenen Löcher mit Einjahresblumen aufgefüllt, die jetzt noch im wärmenden Gewächshaus wohlig dem Sommer entgegenschlummern.
In der Tat, mit Bibliothek und Garten ist man schon ein recht wohlversorgter Mensch.
Donnerstag, 6. April 2006
Euroweb seit heute diskursfähig
maternus, 00:55h
Mit dem Segen des Landgerichts Düsseldorf darf man seit heute die Geschäftspraktiken der Euroweb GmbH als Abzocke bezeichnen.
"Zur Demokratie gehört ein Diskurs unter den Menschen", erklärte der Vorsitzende Richter.
Sehr erheiternd auch noch dies: "Trotz der Ausführungen des Richters blieb die Klägerseite bei ihrem Antrag auf eine Einstweilige Verfügung und muss nun die Gerichtskosten tragen." Und Euroweb beklagt, "es sei ein 'immenser Imageschaden' enstanden.
Tja, na sowas. Soll man halt reelle Arbeit zu nachvollziehehbaren Kosten abliefern, anstatt übers Ohr gehauene Kunden auch noch mundtot machen zu wollen. Dann klappt das auch mit dem Image.
[Via]
"Zur Demokratie gehört ein Diskurs unter den Menschen", erklärte der Vorsitzende Richter.
Sehr erheiternd auch noch dies: "Trotz der Ausführungen des Richters blieb die Klägerseite bei ihrem Antrag auf eine Einstweilige Verfügung und muss nun die Gerichtskosten tragen." Und Euroweb beklagt, "es sei ein 'immenser Imageschaden' enstanden.
Tja, na sowas. Soll man halt reelle Arbeit zu nachvollziehehbaren Kosten abliefern, anstatt übers Ohr gehauene Kunden auch noch mundtot machen zu wollen. Dann klappt das auch mit dem Image.
[Via]
Völkischer Agitprop
maternus, 23:07h
"Umso grotesker ist der Hinweis von Arnulf Baring, dass sich in den USA spätestens in der dritten Einwandergeneration ein amerikanischer Patriotismus herauskristallisiere. Jedes Baby, das in den USA geboren wird - und selbst wenn es als Kind mexikanischer Illegaler in einem Stall in Texas zur Welt kommt - hat Anspruch auf einen amerikanischen Pass. Den ausländerpolitischen Hardlinern Stoiber und Co. fällt dagegen nichts anderes ein, als die Abschiebung von 'jugendlichen Straftätern in ihre Herkunftsländer' zu fordern."
Claus Christian Malzahn mit wahren Worten an die populistischen Volkserretter, die sich derzeit auch außerhalb der NPD in völkischem Agitprop gefallen.
Claus Christian Malzahn mit wahren Worten an die populistischen Volkserretter, die sich derzeit auch außerhalb der NPD in völkischem Agitprop gefallen.
Mittwoch, 5. April 2006
No prostitutes
maternus, 00:15h
Manchmal hat das Wohnen in einem Reihenhaus durchaus Vorteile. Angesichts eines solchen Berichts:
Herr Shhhh. klärt auf.
Herr Shhhh. klärt auf.
maternus, 21:00h
"Jugendarrest für renitente Schüler", "holen, wen wir benötigen und wer sich intergrieren will" (beides Schönbohm), "Keine Einschulung mehr ohne Deutschkenntnisse ab September" (der bayerische Kultus!minister Schneider) etc etc, und die ganze Zeit diese unerträgliche Selektionsmetaphorik.
Sowird weiter Öl ins Feuer gegossen werden Probleme angepackt und gelöst. Schön, daß in verantwortlichen Stellen nur ahnungslose Schwätzer hochkompetente Fachleute sitzen.
[Via]
So
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Sonntag, 2. April 2006
Die Erbärmlichkeit des Gasbarons
maternus, 22:53h
Dicke Kumpel. Sauber eingefädelte Kredite. Ein schöner Aufsichtsratsposten. Nichts zu bereuen.
Und der bestens bekannte, typisch deutsche Satz:
"Ich habe nichts gewußt."
Welch ein Gesindel.
Und der bestens bekannte, typisch deutsche Satz:
"Ich habe nichts gewußt."
Welch ein Gesindel.
Samstag, 1. April 2006
maternus, 15:48h
Das Betreten des Gartens war ja bisher keine große Freude. Alles immer so schmutzigdrecksbraun.
Langsam wird's bunter:

Rhododendron Praecox oder Vorfrühlingsalpenrose
Langsam wird's bunter:

Rhododendron Praecox oder Vorfrühlingsalpenrose
Freitag, 31. März 2006
Na endlich
maternus, 17:14h
Frühling läßt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
... ...... ..
Mit einem Wort, die Drüsen arbeiten wieder.
Wieder flattern durch die Lüfte
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
... ...... ..
Mit einem Wort, die Drüsen arbeiten wieder.
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