Sonntag, 19. Februar 2006
Blockiert
Seit beinah einer Woche schiebe ich diesen blöden Artikel vor mir her, eigentlich weiß ich ganz genau, was rein muß, welche Hauptaussagen usw. Bloß der Einstieg fällt mir ums Verrecken nicht ein. Totale Blockade, ich sitz vorm Schirm und nada. Morgen früh musser fertig sein, definitiv.

Sieht mal wieder nach Nachtschicht aus.

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Freitag, 17. Februar 2006
Ach Harry...
"Das ist schön bei den Deutschen: Keiner ist so verrückt, daß er nicht einen noch Verrückteren fände, der ihn versteht."

...du hast ja so recht. Auch 150 Jahre nach deinem Tod.

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Mittwoch, 15. Februar 2006
Infektionsornithologie
Heute ist nach ein paar Wochen ein Nachbar wieder nach Hause gekommen. Er war beruflich in Asien unterwegs. Und er heißt mit Nachnamen "Federer".

Muß ich besorgt sein?

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Dienstag, 14. Februar 2006
'Luja
Im allgemeinen ist der Süden Deutschlands eine erfreuliche Gegend, schon aufgrund seiner kulturellen und kulinarischen Errungenschaften. Weniger erfreulich sind manche seiner Dialekte.

Alle vier Jahre, so auch jetzt wieder, ist es nicht möglich, den Fernseher anzustellen, ohne daß einem nicht ununterbrochen tiefstbayerische Urlaute entgegenschallen. Winterspiele eben. Medaillengewinner ("jo mei, a Wahnsinn!"), Verlierer ("jo mei"), Abenteuerberichte (Katja Seizinger: "i hob so vui 'trunken, so vui hob i no nia 'trunken."), stets drängelt sich strotzendes Oberbayrisch ins untrainierte Ohr.

Warum kann Bayern nicht allein an olympischen Winterspielen teilnehmen? Dann wär´s zwar aus mit deutschen Medaillen, aber a Ruah wär endlich.

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Graubraunnaß
Ach Köln, du altes... Karnevalsjecken bzw. Willy-Millowitsch-Imitatoren sind bei dir Oberbürgermeister, städtische Bauetats in Höhe von Hunderten Millionen Euro werden ohne Ausschreibung vergeben, auch die Suche nach einem neuen Wirtschaftsdezernenten (sprich: Mängelverwalter) läuft gegen alle Beschlüsse unter der Decke, der vaterstädtische Ballspielverein trägt mal wieder die rote Laterne, rechtzeitig zum demnächst beginnenden Straßenkarneval weicht der Frost und läßt die Hundehaufen allüberall auftauen...

Und das in der viertgrößten Stadt der Republik: dieses verschnarchte Mittelmaß, das sich selber Weltklasse bescheinigt und doch nur Häßlichkeit produziert. Aber eigentlich ziehe ich ja sowieso das Erwart- und Vorhersehbare dem wahren Großstadtdschungel vor, eigentlich mag ich ja die dörfliche Atmosphäre in unserem rheinischen Metropölchen.

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Fehlt nur noch die Grippe
Grauer Himmel, die übliche triste Bleiplatte einen halben Meter über mir, es wird gar nicht erst richtig hell. Und dann ist auch noch "Valentinstag".

Wie soll man da gute Laune bekommen?


Noch 34 Tage bis Frühlingsanfang.

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Sonntag, 12. Februar 2006
Erregt
Ein junger Mann vor einem Restaurant, sehr energisch beim Telephonat:

"Ich soll dich anrufen und dir sagen, daß ich Geburtstag habe, damit du mir gratulieren kannst?"

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Samstag, 11. Februar 2006
Extremismus und sein Antidot
Zu Recht wird derzeit vom mancher Seite darauf hingewiesen, daß keineswegs nur in der islamischen Welt Stereotypen und Vereinfachungen bis hin zur kollektiven Diffamierung den öffentlichen Diskurs bestimmen. Auch im (europäischen) Westen ist das nicht anders, sei es in der ferneren Vergangenheit ("Hexen") oder in jüngerer Zeit ("Juden"). So weist z.B. Don Alphonso anhand des Beispiels der seinerzeit oft beschworenen "Türkengefahr" auf den mythischen Charakter solcher Zuweisungen hin, die sich bei näherem, historisch informierten Hinschauen in Nichts aufzulösen pflegen. Daher müssen auch die Befürworter der Pressefreiheit und die selbsternannten Lordsiegelbewahrer derselben sich immer wieder der Frage stellen, ob sie nicht selbst dem gleichen psychologischen Mechanismus erliegen.

Die Wahrscheinlichkeit ist dafür ist groß, handelt es sich dabei doch um eine allzumenschliche und – leider! – wohlvertraute Denkhaltung, die mit dem alttestamentarischen Wort "Sündenbock" am besten umschrieben ist. Das Leidige daran ist eben, daß der Mechanismus der Verdrängung auf individualpsychologischer Ebene genauso funktioniert wie auf der sozialpsychologischen. Deshalb auch sind die häufig (auch von mir) empfohlenen Gegengifte namens Information und Aufklärung letztlich viel weniger wirksam, als ich mir eigentlich eingestehen möchte.

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Donnerstag, 9. Februar 2006
Waagerecht
...sind heute Regen und Hagel geflogen. Ich leider mittendrin. Natürlich ging der Schirm kaputt.

Der Februar ist ein Monat, in dem ich besonders häufig von meiner Rückübersiedlung nach Italien träume...

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