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Was haben eigentlich alle gegen Wulffs Musikauswahl zum Zapfenstreich? Was spricht denn gegen "Over the Rainbow"? Der Mann hat doch recht. Am Ende des Regenbogens wartet bekanntlich ein Topf Gold.
Ehrensold, knapp 200.000 Euro per annum und zusätzlich noch weitere 280.000 Apanage für Büro, Sekretärin, Dienstwagen, Fahrer und Sicherheitspersonal. Whrscheinlich immer per Barauszahlung. Immerhin bleibt sich Christian Wulff treu und damit derselbe instinkt- und anstandslose Raffke, als der er schon im Schloß Parvenü Bellevue untragbar war. Da paßt es ins Bild, daß der Mann sich nicht entblödet, sich diesen Donnerstag auch noch mit Großem Zapfenstreich und Tschingderassabum verabschieden zu lassen. War was? Die andern haben doch auch...
Das Volk, das die Sache bezahlen muß, aber nicht eingeladen ist, sollte trotzdem kommen. Und Schuhe und Heugabeln mitbringen.
Ach ja, Rossini. "Ich gebe zu, dreimal in meinem Leben geweint zu haben: als meine erste Oper durchfiel, als ich Paganini die Violine spielen hörte und als bei einem Bootspicknick ein getrüffelter Truthahn über Bord fiel."
Ein Mann mit Prioritäten. Glückwunsch zum 55sten!
Daß jetzt ausgerechnet die Linkspartei, bei denen noch genügend Knallchargen voller Nostalgie und Stolz "O alte Stasi-Herrlichkeit" anstimmen, sooft sie können, daß also diese immer nach altem DDR-Mief müffelnde Truppe Joachim Gauck als "IM Larve" zu denunzieren versucht, kann ich zur Not mit dem Impetus der Erniedrigten und Beleidigten erklären.
Aber bizarr ist es schon.
Jetzt eine Frau ins Bellevue? Das wäre mal wirklich hohe Zeit!
Allerdings... wenn ich's bedenke... die derzeit gehandelten Namen, wie z.B. Röschen oder die Trunkenheitsfahrerin, sind nun wirklich nicht überzeugend.
Aber nach alter Politregel werden diese wie auch andere Namen jetzt schon fleißig gestreut und durchgehechelt, damit sie möglichst frühzeitig verbrannt sind.
Halali, Herr Wulff.
Der Kantel darf also auf gerichtliche Erlaubnis die katholische Kirche als "Kinderfickersekte" bezeichnen. Dazu ist mehrerlei zu bemerken:
Die Wortwahl. Der Kantel versucht zwar, mit dem saftigen Begriff einen maximalen Beleidigungseffekt zu produzieren. In Wahrheit zeigt er jedoch nur, aus welcher geistigen Gosse er stammt.
Der Traditionsbezug. Wahrscheinlich findet sich der Kantel unheimlich humanistisch, wenn er sich als antikirchliche Fäkalschleuder geriert. Tatsächlich aber läßt er nur die gute deutsche Tradition der Sippenhaftung zu ihrem angestammten Recht kommen. Ohne Kollektivschuld geht es in diesem Lande nie.
Die Meinungsfreiheit. Die ist ein hohes Gut und darum ist der Gerichtsentscheid sehr zu begrüßen. Schon allein aus dem Grund, weil sich der Kantel und die anderen aufgeklärten Humanisten seiner Couleur nun auch weiterhin möglichst ungestört & in aller Öffentlichkeit zum Affen machen können.
