Das ist ein Streu- und Schneeräumfahrzeug. Es ist das erste, das ich in meinem ganzen Leben in Köln gesehen habe. Und dann noch in einem Vorort!

Dazu kann eine kleine Geschichte erzählt werden. Als der Winter das letzte Mal so richtig über das Rheinland herfiel, Ende Dezember 1978 und dann noch einmal im Februar 1979, verfügte die Stadt Köln über genau vier Räumfahrzeuge. Drei von ihnen waren kaputt. Also wurde nicht geräumt, alles blieb weiß, die Autofahrer fuhren ganz vorsichtig und langsam, wenn sie überhaupt fuhren. Wer sich doch im eigenen Gefährt auf die weißen und spiegelglatten Straßen traute, fuhr selten geradeaus, sondern drehte bisweilen witzige Pirouetten und holte sich dabei den einen oder anderen kleinen Blechschaden. Wir Vorstadtbewohner genossen die Ruhe und Stille und besuchten uns gegenseitig auf Langlaufskiern.
Das soll nicht noch einmal so passieren, schwor man bei der Kölner Stadtverwaltung, sich nie wieder wollte man sich so kalt erwischen lassen. Nun, gut dreißig Jahre später, fällt der Winter wieder über Stadt und Land her und verwandelt seit zwei Monaten alles in ein Puderzuckerparadies. Und die Stadt Köln gebietet endlich über eine stolze Flotte von einsatzbereiten Schneeräum- und Streufahrzeugen.
Bloß das Salz ist jetzt alle.
Was ist eigentlich, wenn ich jetzt in den Buchladen gehe und das Hegemann-Buch einfach klaue? Ist diese Art der Eigentumsübertragung etwa auch "intertextuell"?
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Dank Guido Westerwelle ist die Historikerzunft um eine Erkenntnis reicher. Das Römische Imperium ist wegen Hartz IV untergegangen.
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Und Köln, ach Köln, meine geliebte Vaterstadt, schafft es weiter zuverlässig mit Klüngel, Pfusch und Korruption in die nationalen Schlagzeilen. Metalldiebe haben tonnenweise Eisenverankerungen verhökert, die eigentlich die U-Bahn-Baustellen sichern sollten und die Bauaufsicht hat nix gemerkt.
Alaaf!
Schweigend steht der alternde Winter vor mir
drohend erhebt er seine schartige Sense
in Frosteinbruch und Eis
woran er sich wetzen kann
seine Mumienhaut schält in schwarzen Schichten ab
und verweht im grauen Zwielicht
Eine 17jährige schreibt einen Roman übers Nachtleben und lässt hinsichtlich Sex, Drogen und der Berliner Clubszene an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Das Feuilleton ist begeistert und liegt anbetend vor Helene Hegemann im Staub. Was nicht viel heißt, denn die deutsche Geisteswelt war ja bereits von den in Charlotte Roches "Feuchtgebieten" reichlich geflossenen Vaginalsekreten zutiefst beeindruckt. Und nun kommt 'raus: Das Mädel hat abgeschrieben und findet das auch noch "total legitim".
Da drängen sich gleich mehrere Fragen auf: was reitet den Verlag, vor Drucklegung dieses Werkes nicht noch einmal genauer hinzusehen? Ist der "radikale" Reisebericht einer Minderjährigen durchs schwüle Treiben der Hauptstadt überhaupt glaubwürdig? Und sollte der Verlag nicht seine Jungautorin damit besser schützen, auch wenn sie eine Göre ist, die abgekupfert hat?
Und vor allem: was ist eigentlich aus dem schönen Grundsatz "Dummheit schützt vor Strafe nicht" geworden?
Habe erste Bilder vom iPad gesehen. Bin nicht ohnmächtig geworden.
Offensichtlich gehöre ich nicht zur Zielgruppe.
Der neue Plattrechner vom Apfel wird bibbernd erwartet wie früher die Wiederkunft Christi. So ändern sich die Ansprüche.
An dem Tag, an dem E-Books endlich wasserdicht sein werden, kauf' ich mir eins.
Bücherlesen in der Badewanne, ein Traum wird wahr!
