Mittwoch, 29. Januar 2014
Meisner und die Empörungstretmühle

Ein katholischer Bischof findet katholische Familien wichtiger als etwa muslimische. Damit konnte ja nun niemand rechnen! Doch der Kölner Kardinal Meisner ist nach Äußerung dieser Binse der nächste, der in die nur allzudeutsche, stets gut geölte Empörungstretmühle gezogen wird. Da herrscht allerorten Entsetzen, Bestürzung, ja Empörung und was noch die Erregung der sensiblen Seelchen beschreiben kann. Natürlich dürfen da Forderungen nach einer Entschuldigung nicht fehlen. "Selbstkritik" wie einst im Mai! Ich bin ehrlich verwundert, daß die ARD heute keinen Brennpunkt ins Programm gehoben hat.

Daß Meisner Muslime oft wegen ihrer Glaubensstärke gelobt hat - egal. Das Meisner niemanden abwerten wollte, unerheblich. "Kritiker" dürfen sich allenthalben mit gefurchter Stirn über den neuesten Fettnapf beugen, in den der Kölner Geistliche getreten sei. Die erschröckliche Diagnose: "Ein Ausrutscher war das nicht", sondern eines perfiden Plans, die Kirche "rechten Gruppen" zu öffnen. In allen Zeitung einheitlich die Verdammung, zustimmende Äußerungen werden in den Kommentarspalten unter den Artikel versteckt.

Da wird keine Berichterstattung geliefert, da wird im Namen des beliebten Kirchenbashings erneut zum fröhlichen Halali geblasen. Eine Debatte findet nicht statt, da gibt es nur spitze Entsetzensschreie wie von einem keuschen Burgfräulein, das aus Versehen eines haarigen Männerhinterns ansichtig wird.

Man kann nur noch zum Beißholz greifen, anders ist das gar nicht auszuhalten.




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