Schweigend steht der alternde Winter vor mir
drohend erhebt er seine schartige Sense
in Frosteinbruch und Eis
woran er sich wetzen kann
seine Mumienhaut schält in schwarzen Schichten ab
und verweht im grauen Zwielicht
Eine 17jährige schreibt einen Roman übers Nachtleben und lässt hinsichtlich Sex, Drogen und der Berliner Clubszene an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Das Feuilleton ist begeistert und liegt anbetend vor Helene Hegemann im Staub. Was nicht viel heißt, denn die deutsche Geisteswelt war ja bereits von den in Charlotte Roches "Feuchtgebieten" reichlich geflossenen Vaginalsekreten zutiefst beeindruckt. Und nun kommt 'raus: Das Mädel hat abgeschrieben und findet das auch noch "total legitim".
Da drängen sich gleich mehrere Fragen auf: was reitet den Verlag, vor Drucklegung dieses Werkes nicht noch einmal genauer hinzusehen? Ist der "radikale" Reisebericht einer Minderjährigen durchs schwüle Treiben der Hauptstadt überhaupt glaubwürdig? Und sollte der Verlag nicht seine Jungautorin damit besser schützen, auch wenn sie eine Göre ist, die abgekupfert hat?
Und vor allem: was ist eigentlich aus dem schönen Grundsatz "Dummheit schützt vor Strafe nicht" geworden?
Habe erste Bilder vom iPad gesehen. Bin nicht ohnmächtig geworden.
Offensichtlich gehöre ich nicht zur Zielgruppe.
Der neue Plattrechner vom Apfel wird bibbernd erwartet wie früher die Wiederkunft Christi. So ändern sich die Ansprüche.
An dem Tag, an dem E-Books endlich wasserdicht sein werden, kauf' ich mir eins.
Bücherlesen in der Badewanne, ein Traum wird wahr!
Ein Groß-Hotelier spendet der FDP mehr als eine Million Euro und bereits nach einem Jahr kann mit der Absenkung der Mehrwertseteuer für Hotels Vollzug gemeldet werden.
Ja, hat denn irgendjemand etwas anderes erwartet?
In allen Blättern landauf, landab maulen Journalisten jetzt über Muttis mediokre Führungskunst. Sie stellen also überrascht fest, daß sie schon vor Jahren die kritische Berichterstattung zum Regierungstreiben eingestellt haben.
